Das Manifest von 2019

Fünf Forderungen. Formuliert von Menschen mit Demenz, Angehörigen und Fachpersonen.

2019 haben Betroffene, Angehörige und Fachpersonen aufgeschrieben, was sich ändern muss. Sieben Jahre später fragen wir nach: Was davon ist eingelöst? Was fehlt immer noch? Und was ist dazugekommen?

Deine Antworten schreiben dieses Manifest fort.

01

Bezahlte Beratungsleistungen!

Beratung, Schulung und Begleitung direkt nach der Diagnose sind primäre Prävention für Angehörige und sekundäre Prävention für Menschen mit Demenz. Direkt nach der Diagnose braucht es bezahlte krankheitsspezifische Beratung und Begleitung — so wie es für andere Erkrankungen längst selbstverständlich ist.

02

Selbstbestimmung!

Direkte Zahlung an Menschen mit Demenz oder ihre Angehörigen statt Beiträge für Institutionen. Damit Betroffene die Betreuung — ob ambulant oder stationär — selbstverantwortlich organisieren und finanzieren können. Mehr Autonomie, mehr Freiheit, mehr Wirkung.

03

Abbau bürokratischer Hürden!

Vereinfachte Antragsverfahren und -dokumente verkürzen administrative Prozesse, ermöglichen raschere Unterstützung und helfen, die Gesundheitskosten zu senken. Viele Familien kommen an den Rand der Sozialhilfe, weil Prozesse Monate dauern — manchmal sogar Jahre.

04

Flächendeckend Kompetenzzentren!

Qualifizierte und vernetzte Kompetenzzentren sind in der Versorgungskette «conditio sine qua non» — besonders für ländliche Regionen. Der einfache und eindeutig erkennbare Zugang zu professioneller Hilfe an einem Ort ist zwingend.

05

Mehr Verständnis!

Landesweite Kampagnen für alle Bevölkerungsgruppen, die Betroffene einbeziehen, sowie die feste Integration des Themas Demenz in Schul- und Ausbildungslehrpläne — eine überfällige Investition in unser aller Zukunft. Kinder und Jugendliche sind die Angehörigen von morgen.

Und heute?

Sag uns, was aus deiner Sicht gut läuft und was fehlt. Fünf Minuten.

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